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Rasenpflege im Herbst

(September 2017)

Der heisse Sommer hat bestimmt auch Ihrem Rasen zugesetzt. Damit er sich etwas erholen kann und Sie sich auch im Herbst an ihm freuen können, verdient er jetzt etwas Wellness.

Als erste therapeutische Anwendung mähen Sie den Rasen, es darf ruhig etwas tiefer sein als sonst. Danach kommt das Vertikutieren, dessen Wirkung mit einem Pealing vergleichbar ist: Das Vertikutiergerät, das einem Rasenmäher ähnlich sieht, ritzt mit Messern den Rasen längs und quer bis ca. 1 cm tief.

Den dabei zerstückelten Rasenfilz rechen Sie zusammen; nun ist der Rasen quasi porentief rein, der Boden gut belüftet (aerifiziert) und die Wurzeln des Rasens sind verfeinert. Dies fördert das Wachstum des Rasens. Kleinere Rasenflächen kann man auch mit dem Handrechen vertikutieren.

Beim Übersanden (Topdressing) werden anschliessend 5–10 Liter gewaschener, kalkarmer Sand oder ein ähnliches Material ausgebracht, damit die Durchlüftung des Bodens fortbesteht.

Regenerieren

Vielleicht haben sich im Sommer auf Ihrem Rasen grössere braune Flecken gebildet, von denen aus sich bald Unkraut verbreiten kann. Hier lohnt es sich mit einer Rasen-Nachsaatmischung aufzufrischen. Wo nötig, kann etwas Rasenerde verteilt werden, damit die Rasensamen leichter wachsen können. Wichtig ist, dass Sie die nachgesäten Stellen regelmässig giessen, damit die Keimung nicht unterbrochen wird.

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Im Oktober mähen Sie den Rasen noch einmal in der üblichen Schnitthöhe. Bleiben die Gräser zu hoch, besteht nämlich das Risiko, dass sie im Winter niedergedrückt werden und verfaulen. Mähen Sie hingegen zu tief, kann der Boden tiefer einfrieren und die Wurzeln beschädigen. Kaliumhaltiger Regenerationsdünger schützt die Gräser zusätzlich vor Frost und Krankheiten wie dem Schneeschimmel. Zudem kommt der Rasen so rascher wieder ins Wachstum; er wird wie die Haut mit einer Spezial-Crème verjüngt.

Vor dem ersten Schneefall rechen Sie mit Vorteil das Laub zusammen. Denn unter den Blättern könnte sich sonst ein fauliges Mikroklima bilden, in dem sich Pilze oder andere Erreger wohlfühlen. Die Ähnlichkeit dieser Anwendung zu einer pflegenden Hautreinigung ist einleuchtend.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Gärtner.