Dieter Marbach

Herbstzauber im Garten

(August 2017)

Bald hat der Sommer ausgeschwitzt und der milde Herbst zieht im Garten ein – mit einer Farbenpracht, die das Herz erfreut.

In der Mode sind die typischen Herbstfarben schnell gezählt: Brauntöne, Rot und etwas Blau und Lila als Kontraste. Um wie viel reicher ist da die Natur mit den Herbstblühern! Nach dem Sommerflor haben sie den Laufsteg nun für sich und präsentieren ab September ihre Pracht teils bis zum Winteranfang.

Die Herbstaster in knalligem rot bis lila passt gut zur Herbstchrysantheme mit ihren kräftigen Farben wie auch zu Dahlie und Anemone, die es in zig Varianten gibt. In einem schönen Kontrast dazu steht die zarte, filigrane Herbstzeitlose. Dagegen macht die Fette Henne mit ihren dicken Blättern ihrem Namen alle Ehre. Mit Fackellilie, Kreuzkraut, Mädchenauge, Nelkenwurz, Sonnenauge und Stauden-Sonnenblume veranstalten sie ein wahres Feuerwerk. So kommt Frische und Fröhlichkeit in den Garten, bevor sich der Winter darüberbreitet.

Herbstzauber

verblühte Sonnenhüte (Rudbeckia fulgida var. sullivantii)

Erwähnt sei hier auch noch der Liebesperlenstrauch, auch Schönfrucht genannt. Zwar zählt er eigentlich nicht zu den Herbstblühern. Denn seine kleinen weiss-rosa Blüten präsentiert er im Sommer. Im Herbst aber erfreut er das Auge mit den wunderschönen lila Fruchtständen, den so genannten Liebesperlen.

 Am richtigen Ort

Herbstblüher mögen Standorte, die einen gewissen Schutz vor der Witterung bieten, zum Beispiel nahe an einer Mauer oder einer Hecke, da der Herbst früher oder später kaltes, nasses Wetter bringt. Viele Herbstblüher eignen sich auch für Blumenkästen, Hochbeete und Töpfe. Wichtig ist, dass sie genügend gross sind, damit die Pflanzen vor dem Frost geschützt bleiben. Aus dem gleichen Grund werden sie nach dem ersten Frost auch nur noch an milden Tagen gegossen.

Und wenn die Pracht vorbei ist?

Zahlreiche Herbstblüher kann man recht einfach überwintern. Chrysanthemen zum Beispiel benötigen dazu einen hellen, kühlen Standort und brauchen im Gegensatz zur Blütezeit nicht viel Wasser. Im April werden sie dann wieder nach draussen gebracht. Pflanzen, die den Winter über im Garten bleiben, werden im späten Herbst, wenn sie braun geworden sind, auf etwa einen Viertel ihrer Höhe zurückgeschnitten. Mit Laub oder Tannenzweigen schützt man die Wurzelballen vor dem Frost.

Wünschen Sie weitere Tipps und möchten Sie den Zauber des Herbstes in ihrem Garten erleben? Wir kennen das Abrakadabra – schliesslich ist die Abelia selbst eine der schönsten Herbstblüher.